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Reparaturfall Pool
In der klassischen Bauphysik wird die
Innendämmung nach Möglichkeit vermieden, im Schwimmhallenbau ist
sie hingegen zur gängigen Praxis geworden. Dafür gibt es klare
bauphysikalische Gründe.
Unser Autor hat einmal die fachlichen Fakten
zusammengetragen und Argumente gegenübergestellt.
Die raumhoch geflieste Schwimmhalle ist out. Fliesen und
Keramik werden nur noch dort eingesetzt, wo Spritzwasser
entstehen kann und/oder bestimmte keramische Gestaltungselemente
gewünscht sind. Ansonsten werden Wände und Decke in der
Schwimmhalle heute verputzt und nach Wunsch farblich gestaltet.
Insbesondere ältere Poolhallen haben Nachholbedarf, was die
zeitgemäße Optik, aber auch die Energiebilanz betrifft.
Eine rationelle und gleichzeitig sichere
Schwimmhallen-Neugestaltung wird beispielsweise durch die
Verwendung von großformatigen Polystyrol-Elementen als
innenliegende Wärmedämmung mit Aluminiumdampfsperre ermöglicht.
Dieses so genannte ISO-Plus-System sorgt einerseits für
bauphysikalische Sicherheit, andererseits kann die
Alu-Dampfsperre direkt mit dem systemgerechten Schwimmbadputz
beschichtet werden, was für einen rationellen Ablauf der
Arbeiten sorgt. Ein weiterer Aspekt: Die Dämmplatten lassen sich
sogar auf einem bestehenden Fliesenbelag anbringen. Und: Durch
richtige Dimensionierung kann auch ein bestehendes Schwimmbad
auf Niedrigenergie-Niveau getrimmt werden. Das heißt das
Schwimmbad mit 30°C verursacht nicht mehr Transmissionsverluste
als wäre es ein Wohnraum mit 20°C mit zeitgemäßem Wärmeschutz.
Die Frage, ob eine innen liegende Wärmedämmung beim
Schwimmbadbau eingeplant werden soll, sorgt jedoch immer wieder
für Diskussion. Doch im Grunde genommen gibt es klare Fakten für
deren Verwendung. Im Gegensatz zum Wohngebäude spielen bei einer
Schwimmhalle ganz andere Kriterien eine Rolle. Wir haben die
jeweiligen Argumente einmal im direkten Vergleich aufgeführt.
Nebeneffekt: Akustik und Licht optimieren
In fast allen Fällen verbessert sich durch die verputzten
Dämmplatten auch die Akustik in der Schwimmhalle. Verputzte
Flächen sind längst nicht mehr so schallhart wie geflieste
Wände. Eine neue Deckenbeleuchtung kann vor Beginn der
Sanierungsarbeiten mit eingeplant werden. Wird eine Beleuchtung
mit Niedervoltstrahlern gewünscht, so muss die erforderliche
Aufbauhöhe an der Decke vorgesehen werden. Es gibt
beispielsweise spezielle Lichtboxen, die bei einer Aufbauhöhe
von nur acht Zentimetern die Strahler in die verputzte Decke
integrieren können. Die Kombination mit einer indirekten
Beleuchtung oder mit einem Sternenhimmel ist ebenso möglich.
Gegenüberstellung der Gebäudetypen
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Veröffentlicht in: Trockenbau Akustik
3/2009
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